Hitzewellen, lange Trockenzeiten, Starkregen und Überschwemmungen – extreme Wetterereignisse als Folge des Klimawandels zeigen deutschlandweit die hohe Verwundbarkeit der Städte. Wo Straßen asphaltiert und Grundstücke bebaut sind, findet Wasser aufgrund der starken Versiegelung keine natürlichen Wege zum Abfließen.
Kanalisationen geraten bei starkem Regen immer häufiger an ihre Grenzen. Und an heißen Sommertagen ist die Luft in der Stadt oft drückend. Doch für all diese Herausforderungen gibt es eine interessante Lösung: Die Schwammstadt.
Was ist eine Schwammstadt?
Eine Schwammstadt funktioniert wie ein großer Schwamm: Sie hält Regenwasser dort, wo es fällt, und nutzt es lokal statt es abzuleiten. Das Wasser wird gespeichert, infiltriert, verdunstet, gereinigt oder für die Bewässerung von Stadtgrün genutzt.
Das Schwammstadt-Prinzip basiert auf dezentraler, naturnaher Regenwasserbewirtschaftung. Statt Regenwasser schnell in die Kanalisation zu leiten, werden mehrere Schichten des städtischen Raums – Oberfläche, Boden und Untergrund – bewusst eingesetzt, um Wasser zu speichern und zu filtern.
Die Basis ist einfach: Wasser soll nicht verschwinden, sondern Teil der urbanen Wasserwirtschaft werden.









